Wie gut kann ich nach der LASIK Augenlaser- Behandlung sehen?
Dies ist wohl die am haeufigsten gestellte Frage nach der Voruntersuchung und beim Beratungsgespraech.
Die Antwort ist nach wie vor, dass kein Operateur fuer ein 100%-iges Sehvermoegen ohne Korrektur nach der Operation garantieren kann. Um zu verdeutlichen, wie sicher und verlaesslich die LASIK-Methode heutzutage ist und welche Ergebnisse im Durchschnitt erreicht werden, stellen wir heute eine gerade im amerikanischen Journal “Ophthalmology” veroeffentlichte Studie vor. Die Autoren, Prof. Dr. M. Knorz (Mannheim) und Prof. Dr. Th. F. Neuhann (Muenchen), sind Mitglieder des VSDAR.
Untersucht wurden zwei Gruppen von Patienten: mit niedriger Kurzsichtigkeit (Myopie -1 bis -6 dptr, Astigmatismus 0 bis 4 dptr.) und mit hoher Kurzsichtigkeit Myopie -6 bis -12 dptr, Astigmatismus 0 bis 4 dptr). Es wurde das Sehvermoegen mit und ohne Korrektur sowie die Änderung der Refraktion 3 Monate nach der Operation beurteilt.
82% der untersuchten Augen mit niedriger Myopie erreichten eine Sehschaerfe von 100% oder besser ohne Korrektur. 96% lagen innerhalb der 0.5 dptr Grenze zur Normalsichtigkeit. Dies bedeutet, dass fuer die Belange des taeglichen Lebens i.d.R. keine Korrektur notwendig ist. Fuer die Patienten mit hoher Myopie war dies zu 62.5% bzw. 70% der Fall.
Bei allen Patienten kam die “customized ablation” basierend auf der kornealen Topographie zum Einsatz. Bei diesem Verfahren wird nicht nur (wie bei einer Standard-Laserbehandlung der Fall) die ermittelte Refraktion (z.B. -4 dptr Kurzsichtigkeit und -2 dptr Hornhautverkruemmung bei 120°) in den Laser eingegeben, sondern es wird fuer jeden Punkt der Hornhautoberflaeche berechnet, wieviel Gewebe an diesem Punkt abgetragen werden muss, um der Hornhaut innerhalb der optischen Zone optimale Abbildungseigenschaften zu geben.
Es wurde interessanter Weise festgestellt, dass einige Patienten mit Brillenkorrektur eine bessere Sehschaerfe nach der LASIK erreichten als praeoperativ mit Brille. Dies ist u.a. auf die Beseitigung individueller kornealer Irregularitaeten (Hornhautirregularitaeten) zurueckzufuehren, die durch Brillenglaeser nicht beruecksichtigt werden koennen.
Quelle: VSDAR Newsletter










Am 19. März 2010 um 16:35 Uhr
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Dr. Gisela Spallek