Augenlaser- Behandlung: Welche Risiken bestehen?

Tags: lasik Risiken

Zusätzlich zu den allgemeinen Risiken, die bei nahezu jedem operativen Eingriff bestehen, gibt es Risiken, die speziell bei einem LASIK-Eingriff auftreten können. Über Ihre individuellen Risiken wird Sie Ihr betreuender Arzt nach einer ersten Untersuchung informieren können.

So mahnt der Direktor der Uni-Augenklinik Innsbruck, Wolfgang Göttinger „Über all der Euphorie dürfen wir aber auf keinen Fall die Verlierer der LASIK-Laserchirurgie vergessen“ und stützt sich auf eigene Studienergebnisse, die die bisherigen Erfolgsmeldungen relativieren: Das abgehobelte Plättchen wachse nicht mehr fest an. Die Biomechanik der Hornhaut sei nach der Operation über gestört bzw. geschwächt.
Über 20 Komplikationsmöglichkeiten belasten das LASIK-Verfahren, am häufigsten sind Bildverzerrungen (vor allem bei Dämmerlicht), Hornhauttrübungen und andere Sehverschlechterungen.

Einige Risiken werden im Folgenden behandelt. Relativ häufig (d.h. in ca. 2 Prozent der Fälle) kann es unmittelbar nach der Operation zu einer Verschiebung oder Faltenwerfung des Hornhautscheibchens kommen. Bei rechtzeitiger Erkennung kann dieses Problem durch eine Neupositionierung und Stabilisierung durch eine Kontaklinse relativ einfach behoben werden. Eine spätere Verschiebung des Hornhautscheibchens ist auch möglich, kommt aber sehr selten vor. Dies bedürfte einer recht aufwendigen Nachbehandlung.

Sehr selten (d.h. in weniger als 1 Prozent der Fälle) kann es zu einem Einwachsen von Deckhäutchenzellen in den Spalt zwischen Hornhautscheibchen und Hornhaut kommen. In diesem Fall ist es nötig den Spalt zu Öffnen und die Zellen zu entfernen.

Wie schon erwähnt kann es auch zu Über- oder Unterkorrekturen kommen (kommt in 3-5% der Fällen vor), die jedoch durch einen wiederholten Eingriff nachkorrigiert werden können.

Außerdem gibt es eine Reihe von Nebenwirkungen, die jedoch nur vorrübergehend nach dem Eingriff auftreten. Hierzu gehört eine Trübung der Hornhaut, die in den ersten Wochen Blendungsbeschwerden hervorrufen kann. Diese können beispielsweise beim nächtlichen Autofahren sehr störend sein. Außerdem kann durch die anfängliche Verwendung der Augentropfen eine vorrübergehende Erhöhung des Augendrucks gemessen werden.

Neue Beobachtungen bereiten Experten ernste Sorgen: Wird zu viel Gewebe der nur etwa 0,5 Millimeter dünnen Hornhaut entfernt, droht sich diese durch den Augendruck nach außen zu wölben. Allerdings gibt es strenge Grenzen: Die Gesamtdicke der Hornhaut darf nach dem Eingriff 0,4 Millimeter nicht unterschreiten. Negative Folgen befürchten Mediziner auch, wenn Anzeichen einer seltenen Bindegewebskrankheit der Hornhaut übersehen werden.



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